Drucken

2010

15.12.2010 - Neugründung Verein Oberämlter Chor Hausen am Albis

Jahresbericht 2010 des Frauen- und Männerchores Hausen

Jeder Jahresbericht beginnt logischerweise mit der GV des letzten Jahres, wieso das so ist? as ist doch klar, da werden die Weichen für das kommende Vereinsjahr gestellt. So auch am 3.Februar 2010, wir trafen uns zur ordentlichen GV im Restaurant Schwanen in Ebertswil.

Da war doch noch etwas, a ja der Ausflug nach Brig

Am 25. September früh morgens trafen wir uns im Chratz. Es schüttete in Strömen und was viel schlimmer war, alle unsere Anfahrtswege nach Brig waren wegen Schnee gesperrt. So musste unser Chauffeur den Umweg über Bern und das Unterwallis in Betracht ziehen und das hatte zur folge, dass wir später in Brig eintreffen würden. Elsbeth konnte das Managen und wir hatten etwas Zeit gewonnen, 

Den Car den Silvia ausgesucht hat war besonders auf eine Sängerin zugeschnitten (es hatte eine Toilette an Bord) kein weiterer Kommentar von meiner Seite. Wir fuhren langsam los, als jemand feststellte da fehlt doch Yvonne. Ich griff zum Telefon und hatte das Glück, sie im Wohnwagen am Türlersee zu wecken. Nach einer Schrecksekunde, versprach sie, sofort zu kommen. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, dass sie am Türlersee keine Kleider trägt. Denn als sie endlich in Uerzlikon eintraf, erklärte sie ihre Verspätung so. ich ha dänk na hei müese go Chleider hole. In diesem Moment wurde mir klar, am 7. April haben wir nicht den 40 sondern doch den 60 Geburtstag gefeiert.

Die Fahrt war trotz des Regens schön und ich weiss jetzt wo der Lac de Gruyer ist, denn der Chauffeur hat es sicher fünfmal gesagt. In Brig angekommen, fuhren wir gleich zum Hotel. Alle hatten Hunger und wir freuten uns auf's Essen. Wir waren etwa zu zehnt am Tisch und die Bestellung abzugeben war nicht einfach. Man musste es schriftlich machen. Sehr wahrscheinlich versteht das Personal nur Walissertytsch, oder Serbisch. Ueli sass mir gegenüber und da wir die gleiche Pizza wollten, übernahm er den Bestellungsvorgang. Es verging ca. eine halbe Stunde und alle um uns herum assen nur Ueli und ich bekamen Ums Verecken nichts. Nach gut einer Stunde und mehr maligem reklamieren wurde dann die Pizza serviert. Wer weiss wie gerne ich esse, der weiss auch dass das die Höchststrafe für mich bedeutet hat, so lange zu warten. Darum ist eines für mich klar! Bestelle nie mehr dass selbe wie Ueli und vor allem lasse ich ihn nie mehr mein Essen bestellen.

Nach diesem Intermezzo trafen wir am Carplatz unsere Hostess, die uns für diesen Nachmittag zugeteilt war.

Schon aus ihren ersten Äusserungen war zu entnehmen das alles ein wenig improvisiert werden müsse. Unser erster Auftritt soll im Hof des Stockalpenpalastes stattfinden. Auf dem Weg dort hin, deutete eigentlich nichts auf ein Chorvestival hin. Keine Beflaggung, keine Musik nur ein paar Hinweise, das am selben Tag der erste Überflug über die Alpen vor 100 Jahren gefeiert wird, unter anderem mit Kunstflügen und der Patrouille Suisse.

Der Chor der vor uns auftrat, war gerade fertig und wurde mit Applaus verabschiedet. Nun war die Reihe an uns. Saumässig kalt war es und wir begannen mit unserem Vortrag, da flogen auch schon die ersten Flugzeuge über uns hinweg. Im Hintergrund fiel ein Mikrofon um und die wenigen Zuhörer die noch geblieben waren, verliessen fluchtartig den Ort des Geschehens. Seit jenem Tag kenne ich nicht nur den Gefangenchor aus Nabucco von Giuseppe Verdi sonder auch den Vertriebenenchor aus Hausen am Albis.

Der zweite Auftritt war geradezu hervorragend, aber leider nicht vor vollem Haus. Die nicht erschienen sind, haben wahrlich etwas verpasst. Es war grandios, das sagte jedenfalls die nette Dame, die uns den ganzen Nachmittag betreute und offenbar aus Mitleid offerierte sie uns einen feinen Zvieri.

Der Höhepunkt des ersten Tages war im nach hinein gesehen das Nachtessen. Wer Fisch oder Pfeffer ass es schmeckte ausgezeichnet. (Ich ass nicht am selben Tisch wie Ueli.)

Tag zwei begann mit einem Highlight, die Frühaufsteher bekamen ein wunderbares Sekt und Lachs Frühstück. Leider gab es für den Rest nichts mehr Gleichwertiges. (Arme Birgit und Remo)

Michaela besserte ihr trauriges Dasein ein bisschen auf, in dem sie in Treppenhäusern Gitarre spielt. So auch geschehen beim Ausgang in unserem Hotel. Ich kenne Den Betrag nicht, den sie sich erspielt hat. Ich sage nur die Gitarre hatte fast kein platz mehr im Etui.

Da der Ausflug mit der Dampfbahn buchstäblich ins Wasser fiel, besuchten wir am Morgen die Matinee und konnten dort die Gesangsvorträge der vier geladenen Chöre geniessen, das war ein Erlebnis.

Das Wallis hinunter und über den Colle du Mosse zur Aareschlucht wo wir zum Nachtessen erwartet wurden. Yvonne hat sich seit Samstagmorgen wieder sehr gut erholt und sie war so toll drauf, dass sie das ganze Getränk bezahlte. Herzlichen Dank und stell den Wecker beim nächsten mal wieder nicht, der Chor wird es dir Danken.

Auf der Heimfahrt wurde Gesungen, wie ich es noch nie erlebt habe. Den Anstoss gab sicher Michaela für mich isch sie S‘ Gitarre Luisli. Die im hinteren Teil des Wagens sassen, begannen mit den Liedern früher, dafür waren wir im vorderen Teil später fertig. Geschlafen hat auf dieser Heimfahrt sicher niemand, so toll war die Stimmung. Bei früheren Heimfahrten ersetzte jeweils das Geschnarche den Gesang. Im Chratz gelandet, den Koffer oder die Tasche geschnappt und tschüss zähme. Zwei tolle Tage gehören schon wieder der Vergangenheit an.

Ich hoffe es gibt auch im nächsten Jahr wieder kleinere oder grössere Episoden die zum Schmunzeln anlass geben, bis dänn wünsch ich allne guet Sing.

Marcel Brun


2009

Jahresbericht 2009 des Frauen- und Männerchores Hausen

Alle Anlässe fanden an dem im Jahresprogramm 2009 festgelegten Datum statt.

Hausen, den 3 Februar 2010, Der Aktuar Marcel Brun

Das war ein kurzer Rückblick auf das letzte Vereinsjahr ich hoffe das niemand eingeschlafen ist bei meinem Vortrag.
Hausen den 3. Februar 2010 der Aktuar M. Brun